Menos mal que nos queda España – Trabajar en Alemania 2

Dos  articulos sobre la demanda de trabajadores calficados en Alemania y su “porque” (FAZ 11. y 19. Nov. 2012)

 

Arbeitskräfte aus dem Süden Gut, dass wir die Spanier haben

18.11.2012 ·  Motivierte Spanier lernen Deutsch für einen Arbeitsplatz – und zeigen Integrationswillen pur. Das ist gut für Deutschland. Denn die Arbeitslosen hier lassen sich nicht für jeden Job qualifizieren. Eine Analyse.

Von Sven Astheimer

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/spanien/arbeitskraefte-aus-dem-sueden-gut-dass-wir-die-spanier-haben-11964675.html

uch die Krise im Euroraum produziert ihre Gewinner. Im Süden des Kontinents erleben die Goethe-Institute eine Nachfrage, wie es sie noch nicht gegeben hat. Vielerorts können neue Lehrer gar nicht so schnell eingestellt werden, wie die Kurse überbucht sind. Vor allem junge Spanier entwickeln eine ungekannte Lust am Erlernen der deutschen Sprache. Sie steht für die Hoffnung auf eine bessere (berufliche) Zukunft im Land von Goethe, Daimler und Bosch. Die Zuwanderungszahlen aus diesen Ländern steigen rasch, wenn auch von einem niedrigen Ausgangsniveau. Deutsche Arbeitgeber haben längst reagiert: Warben sie gestern noch auf Jobmessen in Magdeburg und Aachen um neues Personal, haben sie ihre Stände heute in Madrid und Athen aufgebaut. Ihre Botschaft lautet: Kommt nach Deutschland, wir brauchen euch!

Hierzulande wachsen ob solcher Signale die Sorgen; denn so mancher fühlt sich doch an die Anwerbepolitik des vergangenen Jahrhunderts erinnert, als mit ähnlichen Parolen Millionen Gastarbeiter ins Land gelockt wurden. An den Folgen einer misslungenen, weil zunächst nicht existenten Integrationspolitik leidet das Land bis heute: Ausländer sind doppelt so häufig arbeitslos wie Deutsche; Bürger mit Migrationshintergrund haben schlechtere Bildungsabschlüsse sowie Aufstiegschancen und so weiter.

….

Die aktuellen Wanderungsbewegungen aus Südeuropa sind jedoch anders gelagert. Denn Spanier, Griechen und Portugiesen dürfen sich ihren Arbeitsplatz in der Union ohnehin suchen. Der grenzübergreifende Ausgleich von Angebot und Nachfrage bildet den Grundgedanken des gemeinsamen Arbeitsmarktes. Dass davon alle Beteiligten profitieren, zeigt das Beispiel vieler Polen, die es nach dem EU-Beitritt Richtung Großbritannien und Irland zog, wo sie ihren Teil zum Wachstum beitrugen. Nach Ausbruch der Krise kehrten viele Polen in ihre Heimat zurück, die mittlerweile viel stärker geworden war.

 

Ab nach Deutschland ¡Adiós, ingenieros!

11.11.2011 ·  Spanien ist vom „efecto Merkel“ infiziert: Junge Leute fliehen vor der hohen Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat und folgen der Einladung der Kanzlerin nach Deutschland.

Von Sven Astheimer

… „Wir werden immer nur nach Absprache mit unseren Partnern tätig“, sagt Gerald Schomann von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung, die zur Bundesagentur für Arbeit gehört. Auf nationale Befindlichkeiten werde stets Rücksicht genommen. Die Behörde ist mit ihren Schwesterorganisationen in den übrigen EU-Staaten über ein Netzwerk namens Eures verbunden. „Wir haben alle die selbe Ethik“, sagt Schomann, „wir wollen Bewerber und Arbeitgeber in Europa zu fairen Bedingungen zusammen bringen.“ Eures sei beileibe keine Einbahnstraße. Schon in den neunziger Jahren habe Deutschland mit dem Programm „Ärzte für Norwegen“ Mediziner nach Skandinavien exportiert. Im vergangenen Jahrzehnt warben dann Dänen oder Iren um die Gunst deutscher Fachkräfte, die angesichts von mehr als 5Millionen Arbeitslosen neue Perspektiven suchten. Viele wurden auch in die Schweiz oder nach Österreich vermittelt. Nun sei eben Deutschland als Zielland wieder attraktiv. Im Juli war über die Eures-Kanäle schon ein „sprunghafter Anstieg“ spanischer Bewerber zu verzeichnen. Zusammen mit den spanischen Kollegen machte sich Schomanns Team an die Planung der Kontaktbörse. Stellenausschreibungen deutscher Unternehmen mussten mit den Profilen spanischer Kandidaten abgeglichen werden. Rund Hundert Männer und Frauen wurden schließlich herausgefiltert.

„Deutschland ist ein Traumland für Ingenieure“

Meistens handelt es sich wie bei Enrique um Berufsanfänger. Der 24 Jahre alte, groß gewachsene Südspanier hat erst vor wenigen Monaten sein E-Technikstudium abgeschlossen. Sein Ziel ist die deutsche Autoindustrie, erzählt er, als er den Gesprächsraum verlässt. „Mein Traum ist es, Steuergeräte für einen großen Hersteller wie BMW oder Mercedes zu entwickeln“, sagt er unbekümmert. Mit dem Wunschland hat er selbst noch keine Erfahrungen gemacht. Aber Freunde haben ihm nach Praktika in Deutschland von dem tollen Arbeitsumfeld vorgeschwärmt, erzählt er in fließendem Englisch. Vor drei Wochen hat er deshalb einen Deutschkurs begonnen, den seine Eltern zahlen. Die Familie, deren Zusammenhalt in Spanien immer noch hoch gehalten wird, unterstützt seine Auswanderungspläne ebenso wie seine Freunde. „Viele haben schon angekündigt, dass sie mich besuchen wollen.“

Schwieriger gestaltet sich die Kandidatensuche, wenn von Arbeitgeberseite Berufserfahrung und Spezialkenntnisse gefragt sind

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