El futuro de Europa – el futuro de nosotros

Aqui unas reflexiones sobre la situacion y las causas de la crisis seguidas por unas propuestas que incitan a reflexionar sobre nuestro papel y responsabilidad como ciudadanos, viendo en la actual crisis tambien una oportunidad para el cambio. Sumamente inspirador!!

el articulo/entrevista con Meinhard miegel esta en la F.A.Z. online cfr. tambien abajo):

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/meinhard-miegel-im-gespraech-zur-krise-das-system-ist-am-ende-das-leben-geht-weiter-faz-11851339.html#Drucken

Las iniciativas y declaraciones de Meinhard Miegel se encuentran en la pagina Web de su fundacion Denkwerk Zukunft:

http://www.denkwerkzukunft.de/index.php/home

entre ello datos y propuestas sobre:

y la siguiente declaracion o “Plädoyer”:

Plädoyer für eine kulturelle Erneuerung:

Die westliche Kultur in ihrer derzeitigen Erscheinungsform ist weder verallgemeinerungs- noch zukunftsfähig:

  • Der extrem Ressourcen verzehrende Lebensstil zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen.
  • Die gesellschaftliche Funktionsfähigkeit – Arbeitsmarkt, soziale Sicherungssysteme, Gewährleistung der freiheitlich-demokratischen Ordnung – leidet.
  • Der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt.

Eine wieder verallgemeinerungs- und zukunftsfähige Kultur setzt einen grundlegenden Bewusstseinswandel, eine kulturelle Erneuerung voraus. Das gegenwärtige Wohlstandsverständnis muss aus seiner materiellen Verengung befreit und um nicht-ökonomische Bereiche der Kultur erweitert werden. Musische, sportliche und künstlerische Betätigung, Interesse an Geschichte, Philosophie und Politik, lebenswert gebaute Städte, der Erhalt der Kulturlandschaft, bewusste Ernährung, soziales Engagement, gegenseitige Hilfe und Verantwortung können auch bei sinkendem materiellen Wohlstand zu einem nachhaltig verbesserten Wohlbefinden beitragen. Oder in den Worten des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler: Nicht “viel haben”, sondern “gut leben” muss zur Maxime werden, damit “die Erde auch für unsere Kinder und Enkel wohnlich bleibt.”1

 

Gespräch zur Krise mit Meinhard Miegel Das System ist am Ende, das Leben geht weiter

11.08.2012 ·  Als die Politik sich 2009 zur Überwindung der amerikanischen Immobilienkrise gratulierte, warnte Meinhard Miegel im F.A.Z.- Interview bereits mit den Worten „Staaten werden wackeln“ vor der nächsten, größeren Krise – ein Anlass zur Nachfrage.

Unser letztes Interview liegt etwas länger als drei Jahre zurück. Damals hatte sich die Welt vom Schock der amerikanischen Hypothekenblase, dem Untergang von Lehman Brothers, erholt; alle feierten die rasche Reaktion der Politiker und erklärten die Krise für überwunden. Sie nicht. Sie erklärten vielmehr, derzeit werde die nächste Blase mit Staatsgeldern aufgepumpt, und erklärten: In der nächsten Krise, die jetzt vorbereitet wird, werden Unternehmen, Banken und Staaten wackeln.“ Wie beurteilen Sie Ihre Prognose heute?

MIEGEL (lacht): Was soll ich dazu sagen? Schneller als gedacht wanken ja mittlerweile viele Staaten. Und was wird dagegen unternommen? Noch mehr vom Gleichen! Ungedeckte Wechsel und weitere Schulden! Versucht wird also abermals, eine platzende Blase durch eine neue, noch größere zu ersetzen. Diese möge dann, so das Hoffen und Harren mancher, in nicht zu ferner Zukunft in einem großen schwarzen Loch verschwinden. Doch diesen Gefallen wird sie uns nicht tun. Vielmehr wird auch sie platzen und voraussichtlich die ganze Welt in Mitleidenschaft ziehen. Eine wahrlich bemerkenswerte Vorgehensweise oder genauer: eine halsbrecherische Strategie. Ich halte sie für aberwitzig, nur noch aberwitzig.

Sie sprachen damals auch von einer finalen Krise und zitierten Meinungen, die diese für das Jahr 2015 oder früher erwarteten.

Diese Krise wird kommen, weil sie kommen muss. Zwar bedeutet „final“ nicht, wie manche meinen, dass dann alles zu Ende ist. Das wäre völlig ahistorisch und wirklichkeitsfern. Das Leben wird weitergehen. Enden wird jedoch die seit Jahrhunderten dominante Verhaltensmaxime der Expansion um jeden Preis, des ständigen Höher, Weiter und Schneller. Diese Maxime ist gerade dabei, sich ad absurdum zu führen. Mit ihr sind nämlich die Menschen nach einer langen Phase materieller Wohlstandsmehrung in eine Sackgasse geraten, und jetzt streiten sie darum, wie dieser wieder entkommen werden kann. Mit einem Weiter-so jedenfalls nicht. Doch zu alternativen Wegen können sich viele noch nicht durchringen.

Bleiben wir zunächst bei der Eurokrise. Wie analysieren Sie deren Ursachen?

Hier möchte ich zwischen zwei Ursachenbündeln unterscheiden: Fehlern bei der Schaffung und Handhabung des Euro und der eben angesprochenen Erschöpfung einer Verhaltensmaxime – ich könnte auch sagen: Ideologie. Zum Ersten: Bei der Schaffung des Euro ging man davon aus, es wäre grundsätzlich möglich, einer Vielzahl unterschiedlicher Länder eine gemeinsame Währung überstülpen zu können. Dem lag die Vorstellung zugrunde, Währungen und Geld wären primär wirtschaftlich determiniert und mithin eine Angelegenheit von Ökonomen, Finanzexperten und vielleicht noch Juristen. Das aber ist falsch. Viel maßgeblicher sind mental-kulturelle Faktoren. Menschen, die über eine gemeinsame Währung verfügen, sollten sich in kulturellem Gleichklang befinden und sehr ähnliche Wertvorstellungen haben. Vor allem aber müssen sie so vertraut miteinander sein, dass sie einander trauen. Denn Geld ist ja nichts anderes als eben ein solches Vertrauen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird es mit einer gemeinsamen Währung schwierig. Dann können auch wirtschaftliche und fiskalische Ausgleichsmaßnahmen im Ergebnis wenig bewirken. Sie können mentale und kulturelle Unterschiede bestenfalls ein wenig kaschieren; beseitigen können sie sie nicht. Und hier nun stehen die Europäer vor einer essentiellen und möglicherweise sogar existentiellen Frage: Sollen sie einer gemeinsamen Währung wegen ihre kulturellen Unterschiede einebnen? Das aber müssten sie, um mit einer gemeinsamen Währung erfolgreich zu sein. Ich bin da sehr zögerlich. Denn diese Unterschiede machen für mich Europa zu Europa. Das zeigt schon ein Blick auf die Weltkarte. Da sind diese riesigen homogenen Blöcke in Nord- oder Südamerika oder Asien. Und dann ist da dieses farbige Krisselkrassel Europa. Passt das wirklich unter eine Währung? Ich meine, hierüber muss noch einmal gründlich nachgedacht werden.

Sie wollten noch einen längerfristigen historischen Trend beschreiben.

Ja, die Erschöpfung jenes expansionistischen Denkens, Fühlens und Handelns, das auch beim Euro Pate stand. Auch er ist vom Virus der Entgrenzung befallen, unter dem heute so viele Lebensbereiche leiden. Ob Managergehälter, Gütermengen oder staatliche Leistungen – alles wurde entgrenzt, und kaum einer bedenkt noch die Folgen. Entgrenzung wurde zum Selbstzweck. Warum dann – so ein verbreitetes Grundgefühl zumindest unter Politikern – den Geltungsbereich einer Währung begrenzen? Je größer, desto besser! Ob das, was da zusammengebunden wurde, auch zusammenpasst, wurde nicht gefragt und durfte auch nicht gefragt werden. Dafür zahlen wir jetzt einen hohen Preis. Stets ging es um Quantitäten und Geschwindigkeit. Beides miteinander multipliziert ergab eine Bewegungsenergie, die Europa aus der Kurve getragen hat.

Aber so sichern und mehren wir doch den Wohlstand.

Durch Quantitäten multipliziert mit Geschwindigkeit? Was hat uns denn das in neuerer Zeit gebracht? Seit 1990 sind in Deutschland die Nettolöhne und -gehälter um 45 Prozent gestiegen und die Preise um 43 Prozent. Trotz aller Wachstums- und Konjunkturprogramme treten also die meisten auf der Stelle. Zugleich hat sich das Arbeitstempo beträchtlich erhöht und die Geldmenge vervielfacht. Und wozu das Ganze? Von materieller Wohlstandsmehrung kann weithin schon lange keine Rede mehr sein und von Wohlstandssicherung nur noch sehr bedingt. Schlimmer noch: Die Grundlagen des Wohlstands wurden durch unsere Art des Wirtschaftens empfindlich beschädigt – eine Erkenntnis, zu der sich inzwischen selbst die Bundesregierung durchgerungen hat.

Nun mag es sein, dass Löhne und Gehälter und die Kaufkraft stagnieren, aber andere Indizes sich positiv entwickelt haben.

Ich verkenne nicht, dass sich der materielle Wohlstand global beträchtlich erhöht hat. Aber in den hochentwickelten Ländern befindet er sich auf dem Rückzug. Betrachtet man beispielsweise das durchschnittliche Pro-Kopf-Wachstum in der Kern-EU, dann hat sich dieses kontinuierlich von real knapp fünf Prozent in den fünfziger Jahren über drei Prozent in den siebziger Jahren auf 0,5 Prozent im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts zurückentwickelt. Setzt sich dieser außerordentlich stabile Trend fort, wird es schon in wenigen Jahrzehnten überhaupt kein Wachstum mehr geben. Der Trend weist nach unten.

Nicht für alle. Denn es heißt ja, das obere Prozent sei immer reicher geworden.

Die Fakten sind eindeutig. Von 2000 bis 2008 verzeichneten nur die obersten zehn Prozent der Bevölkerung Einkommenszuwächse. Die Einkommen der verbleibenden neunzig Prozent stagnierten hingegen oder gingen zurück. Aber neu ist diese Entwicklung nicht. Der Sozialwissenschaftler Werner Sombart geißelte sie schon vor hundert Jahren. Damals waren die Unterschiede sogar größer als heute. Und noch größer waren sie in der Antike oder im Mittelalter. Aber diese historische Sicht kann keine Begründung dafür sein, die derzeitige Entwicklung auf sich beruhen zu lassen. Denn allzu große Einkommensunterschiede spalten eine Gesellschaft wie frierendes Wasser einen Felsen. Wer sich großer materieller Wohlhabenheit erfreut, ist in besonderer Weise der Allgemeinheit verpflichtet. Entzieht er sich dieser Verpflichtung, handelt er nicht nur selbstsüchtig, sondern auch dumm. Und bei manchen Reichen frage ich mich schon, was ansonsten kluge Leute dazu bringt, so dumm zu sein?

Zu Ihren anthropologischen Thesen kommen wir noch. Doch zunächst die Frage, ob die Erschöpfung nicht bloß eine alteuropäische Besonderheit ist. Man preist ja seit Jahren die emerging markets?

Die Erschöpfung mag unterschiedlich weit fortgeschritten sein. Ganz entziehen kann sich ihr aber keiner, und ebenso sicher ist sie nicht nur eine „alteuropäische Besonderheit“. Nehmen Sie Amerika: Was ist denn aus diesem wirtschaftlich-politischen Bollwerk der sechziger und siebziger Jahre geworden? Oder Japan: Von ihm sollte und wollte die ganze Welt noch vor wenigen Jahrzehnten lernen. Jetzt ist es müde und ausgelaugt. Oder Russland: Welches seiner Probleme hat es seit Ende der Sowjetherrschaft gelöst? Oder China: Gewiss hat sich hier in den zurückliegenden Jahrzehnten Großes ereignet. Aber bereits jetzt, wo pro Kopf der Bevölkerung erst etwa ein Fünftel der Gütermenge Deutschlands erwirtschaftet wird, zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen. Und Indien? Hier kann man nur hoffen, dass sich noch viel tun wird. Denn vorerst hat ein Großteil der Bevölkerung noch nicht einmal Anschluss an das Stromnetz.

Aber dass es Fortschritt gegeben hat, ist nicht zu bestreiten.

Ganz ohne Zweifel. Noch vor 150 Jahren hätte ich keinem Arzt oder Zahnarzt ausgeliefert sein mögen. Doch gemessen an den großen Versprechen und Erwartungen zu Beginn der Moderne, sind die Ergebnisse weniger spektakulär, als viele meinen. Durch menschliche Innovationskraft sollte Wohlstand für alle geschaffen werden, ein Anspruch, der gleich doppelt verfehlt wurde. Denn als materiell einigermaßen wohlhabend kann auch 250 Jahre nach Beginn der Industrialisierung erst etwa jeder siebente Erdenbürger angesehen werden, und erschwerend kommt hinzu: Ihre Wohlhabenheit gründet nicht so sehr auf technischem Fortschritt als vielmehr auf der rigorosen Ausbeutung von Umwelt und Natur. Oder was wäre der Wert einer Dampfmaschine ohne Unmengen an Kohle gewesen? Sie wäre ein Kinderspielzeug geblieben.

Worin sehen Sie die Triebfeder dieser Prozesse? Im Kapitalismus?

Ich halte den Begriff des Kapitalismus für maßlos überstrapaziert. Aus einer Vielzahl von Gründen wurden in neuerer Zeit vermutlich nur tief im Menschen wurzelnde Verhaltensweisen voll entfaltet. Und wäre nicht Karl Marx gewesen, wäre diese historische Entwicklung möglicherweise nie auf einen Begriff gebracht worden. Nun aber ist er in den Köpfen, und es ist ja auch ganz bequem, mit glattgeschliffenen Begriffen und nicht mit sperrigen Wirklichkeiten umgehen zu müssen.

Aber dass es Grenzüberschreitungen gegeben hat, teilweise kriminelle, das werden Sie nicht bestreiten können.

Gewiss nicht. Aber mir scheint es allzu billig, solche Grenzüberschreitungen und kriminellen Machenschaften nicht in erster Linie Menschen, sondern dem Abstraktum „Kapitalismus“ zuzuschreiben. Das erinnert mich fatal an das Verhalten Adams gegenüber Eva und dieser gegenüber der teuflischen Schlange im Paradies: nur keine eigene Verantwortung übernehmen! Immer ist es ein Dritter, der Teufel, Hitler, Honecker oder wer auch immer, der schuld an allem ist. Und jetzt ist es eben der Kapitalismus. Solange es einen solchen Dritten gibt, braucht man sich selbst nicht zu ändern. Aber stellen wir uns doch einmal vor, was ohne die Trägheit und Gier der meisten aus dem Kapitalismus würde: Er würde sich ganz schnell verflüchtigen!

Wo muss man denn ansetzen?

Beim Einzelnen. Spielen nicht mehr genügend Menschen mit, dann verändern sich die sogenannten gesellschaftlichen Verhältnisse von allein. Alle Weltreligionen versuchen diesen Weg zu weisen. Und selbst wenn sie damit nur mäßigen Erfolg haben – der Erfolg der Systemveränderer ist noch mäßiger. Sie brechen die Macht der einen und etablieren die Macht anderer.

Wir benötigen also eine individuelle Orientierung?

So einfach ist es nicht. Der Mensch bedarf als soziales Wesen in der Regel auch der Orientierung durch die Gemeinschaft. Und hier nun gibt es in moder-

nen Gemeinwesen gravierende Probleme. Einerseits betreuen sie den Einzelnen fast exzessiv; andererseits lassen sie ihn alleine, wenn es darum geht, aus einer unüberschaubar gewordenen Fülle von Lebensoptionen zu wählen. Viele sind damit überfordert, nicht wenige straucheln. Ihnen fehlt eben jenes Mindestmaß an gesellschaftlicher Orientierung und damit an Geborgenheit.

Die Vielfalt der Lebensführungsoptionen führt zu Überforderung und Lähmung?

Ich glaube, dass systemische Überforderung in der Tat ein Phänomen unserer Zeit ist. Wenn junge Menschen erklären: Eine dauerhafte Beziehung oder gar ein Kind, das trauen wir uns nicht zu, dann stimmt etwas nicht bei ihnen und im gesellschaftlichen Gefüge.

Unterdessen gibt es ja eine ganze mittelständische Industrie, die Coaching und Therapien anbietet. Bis hin zu Schamanen ist alles im Angebot.

Das bestätigt ja gerade, was ich eben gesagt habe. Der moderne Mensch braucht zahllose Krücken, weil er keine eigene Verankerung mehr hat. Aber damit sind wir wieder bei der Entgrenzung. Orientierung und Grenzen haben viel miteinander gemein.

Jetzt verstehe ich, dass Sie die Nachrichten über die dauernde Euro-Rettung mit großer Distanz verfolgen.

Nicht mit Distanz, eher mit Sorge. Die Politik tut noch immer so, als gälte es eine Krise zu bewältigen, und beschwört damit die nächste Krise herauf. Doch was wir gegenwärtig erleben, ist eben nicht nur eine weitere Krise, sondern eine dauerhaft veränderte Wirklichkeit. Ich hoffe, das klingt nicht sarkastisch und erst recht nicht zynisch, aber ich sehe die derzeitigen Umbrüche mit einer gewissen Erleichterung. Eine lange historische Periode klingt jetzt aus, und das Neue können wir mitgestalten. Das eröffnet Chancen, wie es sie lange nicht mehr gab.

Unterdessen debattieren wir über Beschneidungsgesetze. Schafft sich der Mensch die Themen, die er bewältigen kann?

Ich fürchte, so ist es. Vor vielen Jahren konnte ich die Entscheidungsprozesse in einem großen deutschen Unternehmen aus nächster Nähe miterleben und dabei feststellen: Je größer die Summe war, desto zügiger wurde über sie befunden. Hakelig wurde es, wenn über das Budget des Weinkellers geredet wurde. Da wurde dann richtig gefeilscht.

Sie haben das Denkwerk Zukunft mitbegründet? Woran arbeiten Sie da derzeit?

An verschiedenen Fragestellungen. Doch immer geht es darum, die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft auch unter Bedingungen wirtschaftlicher Stagnation und selbst Schrumpfung aufrechtzuerhalten. Mit anderen Worten: Wir denken über einen Plan B für die Zeit nach der Expansion nach. Wie beispielsweise können unter diesen Bedingungen ausgeglichene öffentliche Haushalte, intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit gewährleistet werden? Dabei stimmt mich hoffnungsvoll, wie viele Menschen auch aus der Wirtschaft oder der Politik in die gleiche Richtung denken.

Meinhard Miegel:

Der 1939 in Wien geborene Jurist und Sozialwissenschaftler wurde vor allem durch seine Arbeiten zum demographischen Wandel und als intellektueller Weggefährte von Kurt Biedenkopf bekannt. 2002 erschien sein Bestseller „Die deformierte Gesellschaft“.

Seit der Auflösung des Bonner „Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft“ ist er als Vorstandsvorsitzender des „Denkwerks Zukunft“ aktiv. Miegel ist Mitglied der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages.

Mas reflexiones -desde el flanco anglosajon-  sobre la evolucion de nuestra sociedad como se plasma en diseño yl desarrollo de las ciudades modernas, el cambio en la conceptualizacion, naturaleza y percepcion del trabajo (la perdida de la cultura del “craftmensship”)  y la sociologia de la cultura se encuentran en otro autor sumamente interesante Richard Sennett y su pagina Web:

http://www.richardsennett.com/site/SENN/Templates/Home.aspx?pageid=1

 

 

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Lobbyismus in Deutschland — Strippenzieher in der Grauzone

Sueddeutsche – 12. Dezember 2012 17:09

 Lobbyismus in Deutschland Strippenzieher in der Grauzone

Mit Macht versuchen Firmen, die Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ist das schlimm? Nein – solange sich die Einflüsterer an Regeln halten. Ob sie das tun, ist schwer zu prüfen. Und neue Strategien der Lobbyisten lassen die Konzepte der Regierung alt aussehen. Korruptionsbekämpfer sprechen bei dem aktuellen Verdachtsfall im Gesundheitsministerium von “Politikspionage” und einer “neuen Dimension” des Lobbyismus.

Von Oliver Das Gupta und Hans von der Hagen
Mutmaßlicher Datenklau in Bundesbehörde — Gesundheitsminister Bahr “stinksauer” über Spionage Ein Apotheken-Lobbyist soll einen IT-Mitarbeiter für Datenklau im Bundesgesundheitsministerium bezahlt haben: Dessen Chef Daniel Bahr ist zutiefst verärgert “über diese kriminelle Energie”. Er fordert, die Staatsanwaltschaft müsse den Fall schnell aufklären. mehr…

online: http://www.sueddeutsche.de/politik/mutmasslicher-datenklau-in-bundesbehoerde-gesundheitsminister-bahr-stinksauer-ueber-spionage-1.1548307

Deutscher Apothekertag - Apotheke  Ermittlungen der Staatsanwaltschaft — Apotheken-Lobbyist soll Ministerium ausspioniert haben

Exklusiv Die Berliner Republik steht vor ihrem bisher größten Lobby-Skandal: Ein Interessenvertreter der Apothekerschaft soll sich jahrelang geheime Unterlagen aus dem Gesundheitsministerium beschafft haben. Nach SZ-Informationen geht es dabei auch um E-Mails von FDP-Chef Rösler und Gesundheitsminister Bahr. Von Guido Bohsem, Berlin mehr…

http://www.sueddeutsche.de/politik/ermittlungen-der-staatsanwaltschaft-apotheken-lobbyist-soll-gesundheitsministerium-ausspioniert-haben-1.1548096

La version de la F.A.Z.

Spionage im Ministerium Gesundheitsminister über Datendiebstahl empört

12.12.2012 ·  Auch die Apothekerschaft ist entsetzt. Doch hält sich der politische Schaden diesmal offensichtlich in Grenzen. Vor zwanzig Jahren war das anders: Ein Spion brachte Ministerin Hasselfeldt zu Fall.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/spionage-im-ministerium-gesundheitsminister-ueber-datendiebstahl-empoert-11991486.html

Deutsche Bank – Geldwaesche

1. Deutsche Bank y lavado de dinero – Razzia policial en la Deutsche Bank – ex sueddeutsche.de 12.12.2012:

Deutsche Bank

12. Dezember 2012 18:06 Verdacht auf Geldwäsche bei der Deutschen Bank Im Kreis drehen und dabei reich werden

Es ist ein gigantisches Verfahren. Mehr als 150 Beschuldigte aus ganz Europa sollen ein kriminelles Netzwerk gebildet haben, um den Staat auszunehmen. Und mittendrin: Die Deutsche Bank. Wie sich das größte deutsche Geldinstitut in einen betrügerischen Handel mit Emissionszertifikaten verwickeln ließ.

Von Klaus Ott

el articulo online , incluye videos: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verdacht-auf-geldwaesche-bei-der-deutschen-bank-im-kreis-drehen-und-dabei-reich-werden-1.1549115

o aqu en pdf :  Verdacht auf Geldwäsche bei der Deutschen Bank – Im Kreis drehen und dabei reich werden – Süddeutsche

 

12. Dezember 2012 16:14 Verdacht der Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Deutsche-Bank-Chef Fitschen

Die Ermittlungen zum Umsatzsteuerbetrug bei der Deutschen Bank erreichen die Chefetage: Die Staatsanwälte interessieren sich auch für Konzernchef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Die beiden Manager sollen 2009 eine problematische Umsatzsteuererklärung der Bank unterzeichnet haben.

online: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verdacht-der-staatsanwaltschaft-ermittlungen-auch-gegen-deutsche-bank-chef-fitschen-1.1548978

 

Schwere Vorwürfe  „Die Deutsche Bank wollte ihre Verluste nicht ausweisen“

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schwere-vorwuerfe-die-deutsche-bank-wollte-ihre-verluste-nicht-ausweisen-11987901.html

Eric Ben-Artzi - Der ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank in New York und sein Anwalt Jordan Thomas sprechen in der New Yorker Kanzlei Labaton Sucharow mit Norbert Kuls.

10.12.2012 ·  Ein ehemaliger Analyst der Deutschen Bank und sein Anwalt, der einst für die amerikanische Finanzaufsicht SEC arbeitete, werfen der Deutschen Bank eine schwere Verletzung des amerikanischen Wertpapierrechts vor.

err Ben-Artzi, Sie haben die amerikanische Börsenaufsicht SEC über angebliche Verletzungen des Wertpapierrechts durch die Deutsche Bank informiert, für die Sie bis Ende 2011 als Analyst tätig waren. Was werfen Sie der Bank vor?

Ben-Artzi: Ich werfe der Deutschen Bank vor, ihr Portfolio von Kreditderivaten zu hoch bewertet zu haben. Konkret geht es um die Bewertung von sogenannten „Leveraged Super Senior Tranches“ – das sind Teile von komplexen Finanzinstrumenten, mit denen die Ausfallrisiken von Anleihen gehandelt werden können, eine Art Kreditversicherung. Als ich im Juni 2010 von der Investmentbank Goldman Sachs zur Deutschen Bank kam, gehörte es zu meiner Aufgabe, das Risiko dieser Wertpapiere zu bewerten.

Senior-Tranchen gelten als die Wertpapierteile mit dem geringsten Risiko, weil sie im Fall von Zahlungsausfällen vorrangig bedient werden. Wodurch unterscheiden sich die Papiere?

Ben-Artzi: Die Papiere unterscheiden sich von regulären Senior-Tranchen dadurch, dass der Verkäufer des Papiers weniger Sicherheiten bieten muss. mas online: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schwere-vorwuerfe-die-deutsche-bank-wollte-ihre-verluste-nicht-ausweisen-11987901.html

 

BBC La version de BBC world: http://www.bbc.co.uk/news/business-20695042

Deutsche Bank offices raided in carbon tax fraud probe

German prosecutors have raided offices belonging to Deutsche Bank as part of an investigation into a tax evasion scheme involving the trading of carbon permits.

The Frankfurt prosecutor’s office said 25 employees of the bank were suspected of serious tax evasion, money laundering and obstruction of justice.

Arrest warrants have been issued for five of those employees.

Deutsche Bank said it was co-operating fully with the authorities.

“Public prosecutors searched Deutsche Bank offices today in connection with investigations that have been under way since the spring of 2010 against individuals suspected of tax evasion in the trading of CO2 emission certificates,” Germany’s biggest bank said in a statement.

Prosecutors said 500 police officers swooped on Deutsche Bank offices and private properties in Frankfurt, Berlin and Duesseldorf.

About 20 police minibuses and two large coaches were parked outside the bank’s Frankfurt headquarters, where tax inspectors were seen leaving the building carrying backpacks and suitcases

Last year, a German court jailed six men over a 300m euro ($391m; £249m) fraud selling carbon emission permits through Deutsche Bank.

They bought the permits overseas and paid no tax, then resold the permits to each other to claim back tax illegally.

Under EU rules, limits are set on the amount of carbon dioxide companies emit, and those polluting less can sell ‘credits’ to those that need more.

Deutsch-English? Wissenschaftssprache

Algunas relfexiones sobre modernidad, utilidad de “linguas francas” o  “Fach-Chinesisch”:

Die Zeit Dez. 2012 :
http://www.zeit.de/wissen/2012-12/Wissenschaftssprache-Deutsch

Wissenschaftssprache Scientific community soll mehr Deutsch wagen

Englisch ist die Weltsprache der Wissenschaft. Kritiker sehen die deutsche Sprache bedroht und wollen sie um jeden Preis retten. Lohnt sich das? Von Amory Burchard

Deutsche Forscher können in der scientific community mitreden. Englisch, die lingua franca der globalisierten Wissenschaft, beherrschen die allermeisten so gut, dass sie ihre Vorträge bei internationalen Konferenzen problemlos in der Fremdsprache halten können. Viele schreiben auch ihre Aufsätze selbstverständlich auf Englisch. Denn gerade in den Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften würden ihre Publikationen ansonsten gar nicht zählen, nicht in weltweiten Rankings, aber vielfach auch nicht mehr im deutschen oder europäischen Wettbewerb um Rangplätze und Fördermittel.

Zu Recht sind Professorinnen und wissenschaftliche Mitarbeiter stolz auf ihr gutes Englisch, in dem sie auch fließend small talk mit Gästen aus aller Welt halten. Wer dagegen in der wissenschaftlichen Kommunikation auf dem Deutschen beharrt, steht im Verdacht, des Englischen nicht wirklich mächtig zu sein – und erscheint rückwärtsgewandt. Oder aber er verbindet eine sprachpolitische Botschaft damit.

Auf einer Zeichnung ist der Kopf eines Mannes zu sehen, dessen Mundwinkel nach unten zeigen. Um ihn herum steht viele Male das Wort

Tatsächlich sind aus der Wissenschaft immer dringlichere Aufrufe zu hören, Deutsch als Wissenschaftssprache zu retten. Ein Arbeitskreis dieses Namens verfasst seit Jahren Petitionen, macht Lobbyarbeit in Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen und Ministerien. Der Kern der Botschaft: Das Englische habe zwar große Bedeutung als internationale Verständigungssprache, doch dies dürfe nicht dazu führen, dass das Deutsche “auch im Inland aus dem Wissenschaftsbetrieb verdrängt und damit für die Vermittlung ganzer Wissensgebiete unbrauchbar wird”. Das Wissenschaftsenglisch, das von Nicht-Muttersprachlern gesprochen wird, geht den Vorkämpfern ohnehin gegen den Strich. Der Berliner Sprachwissenschaftler Jürgen Trabant nennt es verächtlich “Globalesisch”.

Wird das Deutsche aus der Wissenschaft verdrängt?

Eines der zentralen Argumente ist ein sprachwissenschaftliches. Die Beschränkung auf Englisch als lingua franca bedeute eine kognitive Einschränkung. Konzepte sind an oft unübersetzbare Begriffe gebunden. Ein Beispiel aus der Kunstwissenschaft: Übersetzt man Gestaltung mit design, bedeutet das eine Verflachung.

Die Kampagne zeigt erste Erfolge. So haben sich der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die ebenfalls im wissenschaftlichen Austausch aktive Alexander-von-Humboldt-Stiftung ebenso wie die Hochschulrektorenkonferenz in jüngster Zeit verpflichtet, sich verstärkt für die Pflege des Deutschen einzusetzen.

Doch selbst auf nationalen Konferenzen werde weiterhin auch dann auf Englisch referiert und publiziert, wenn die Teilnehmer durchweg deutschsprachig sind, beklagen die Aktivisten. Und in internationalen Studiengängen und Graduiertenschulen der Unis gibt es die geforderten obligatorischen Deutschkurse noch nicht. Neuer Schwung soll von einer Initiative der Volkswagen-Stiftung ausgehen, Wissenschaftler und Politiker miteinander ins Gespräch zu bringen. Herausgekommen ist jetzt das Buch Deutsch in der Wissenschaft.

Seite 2/2:

“Der Zug ist abgefahren”

Bei der Buchvorstellung am Dienstagabend in Berlin warnte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, die deutsche Wissenschaft vor der Selbstaufgabe: “Je weniger in der Wissenschaft Deutsch gesprochen wird, um so weniger wird die Gesellschaft über Wissenschaft sprechen.” Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hebt in seinem Beitrag zum Buch hervor, dass der Kontakt zwischen der Wissenschaft und dem Bürger durch die Anglisierung verloren geht. Denn die wissenschaftliche Elite in Deutschland hege “ein Verhältnis der Verachtung” für ihre Muttersprache.

Dies dürfte die Zoologin Brigitte Jockusch (TU Braunschweig) kaum gelten lassen. Schmerzlich spürt sie den Verlust der Kommunikationsfähigkeit, wenn deutsche Zellbiologen sich ausschließlich auf Englisch an der Fachdiskussion beteiligen können. In internationalen Publikationen würden deutsche Beiträge häufig nur deshalb abgelehnt, weil sie sprachlich nicht dem Standard entsprächen.

Jockusch beklagt auch das “bad english“, in dem deutsche Professoren in rein englischsprachigen Studiengängen in Deutschland lehren. Die Braunschweiger Zoologin beschreibt die Enttäuschung zweier Biologiestudentinnen aus China, die zu Hause zwei Jahre lang Deutsch gelernt hatten, es an der deutschen Uni aber kaum anwenden konnten. Unter den gegebenen finanziellen und zeitlichen Bedingungen für Studierende und Nachwuchswissenschaftler könne man aber nicht von allen verlangen, die Landessprache zu erlernen. Und für deutsche Lebenswissenschaftler wäre es aussichtslos und geradezu karriereschädigend, bei Konferenzen oder Publikationen zum Deutschen zurückzukehren. “Der Zug ist abgefahren”, schreibt Jockusch. Doch Restbestände sollten durchaus verteidigt werden. Forscher müssten sich etwa wehren, wenn Fachzeitschriften sogar das bloße Zitieren deutschsprachiger Aufsätze in auf Englisch verfassten Artikeln verbieten.

Deutsche Professoren sprechen oft schlecht Englisch

Sind also die Geisteswissenschaften die Domäne, in der Deutsch als Wissenschaftssprache wächst und gedeiht? Für die deutsche Kunstwissenschaft jedenfalls galt einst, was Erwin Panofsky noch im amerikanischen Exil sagte: “The mother language of art history is German.” Doch der Aderlass durch die Verfolgung jüdischer Wissenschaftler im Nationalsozialismus führte dazu, dass auch in dieser Disziplin Englisch allmählich die dominante Sprache wurde, wie Horst Bredekamp (Humboldt-Universität) erklärt. Gleichzeitig galt aber im Weltverband der Kunstgeschichte ab 1945 eine strikte Mehrsprachigkeit. Auf internationalen Kongressen sollten vier Sprachen ohne Dolmetscher verwendet werden – Englisch, Deutsch, Italienisch und Französisch; später wurde noch Spanisch ergänzt.

Doch seit gut zehn Jahren sei in seiner Zunft wie in weiten Teilen der Geisteswissenschaften wieder eine Verengung auf das Englische zu beobachten. Bredekamps Hoffnung: Durch die Monolingualisierung “provinzialisieren” sich die englischsprachigen Geisteswissenschaften. Eines Tages müssten sie wieder fremde Sprachen – auch Deutsch – lernen, um konkurrenzfähig zu werden.

Dass ihr Anliegen, Deutsch als Wissenschaftssprache zu forcieren, provinziell sein könnte, darauf kommen die Initiatoren gar nicht. Alle plädieren “für die Mehrsprachigkeit: für Deutsch als Wissenschaftssprache unter anderen Sprachen”, wie Goethe-Chef Lehmann sagt.

Erschienen im Tagesspiegel

Und hier ein Vortrag zum Thema:

Deutsch als Wissenschaftssprache  

Ein Vortrag von Jürgen Trabant

“Über abgefahrene Züge – das Deutsche und andere Sprachen der Wissenschaft” von Jürgen Trabant.

Link zur online Radio Emission 😉
http://wissen.dradio.de/linguistik-deutsch-als-wissenschaftssprache.88.de.html?dram:article_id=12528#

Sollen Wissenschaftler ausschließlich in Englisch reden? Oder noch mehr: Sollen junge Menschen in den weiterführenden Schulen der Bundesrepublik in bestimmten Fächern nur noch auf Englisch unterrichtet werden? Was viele Eltern so sehr schätzen, hat große Nachteile für unser Land. Zu diesem Schluss kommt unser heutiger Referent Jürgen Trabant, Professor for European Plurilingualism an der “Jacobs University” in Bremen.

Geboren wurde Trabant 1942 in Frankfurt am Main. Er hat Romanistik, Germanistik und Philosophie studiert und 1969 promoviert. Von 1980 bis 2008 lehrte er an der Freien Universität Berlin. Er befasst sich vor allem mit italienischer und französischer Sprachwissenschaft. Seine Stichwörter auch für den nun folgenden Vortrag sind Sprachpolitik, Semiotik, Sprachphilosophie, Geschichte des europäischen Sprachdenkens und die historische Anthropologie der Sprache.

Gehalten hat er seinen Vortrag am 21. Januar dieses Jahres in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

 

Glossar für Studenten Akademisch für Anfänger

Ob ECTS oder O-Woche: Dozenten, Medien und Langzeitstudenten bedienen sich gern gehobenen Uni-Sprechs. Unser Crashkurs mit Begriffen von A bis Z hilft verstehen.

online: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-10/Glossar-Uni-Einstieg

A wie Akademische Viertelstunde
A wie Alumni
A wie AStA
A wie Audimax
B wie BAföG
B wie Berufsqualifizierender Abschluss
B wie Bildungsfonds
B wie Blockveranstaltung
B wie Bologna-Reform
C wie Credit Points

……

Wohnen in Deutschland – Preise

Vivir en Alemania – suben los alquileres (estadisticas de : F.A.Z. 04.12.2012)

Haus 274782409

Wohnungsmarkt Mieten steigen immer mehr

Die Angst vor Inflation und die Sorge um den Euro treiben die Menschen in die Immobilien. Betongold gilt als grundsolide Anlage. Das lässt nicht nur die Kaufpreise für Immobilien in Deutschland kräftig steigen.

Im Gefolge der Kaufpreise für Immobilien ziehen auch die Mieten stärker an. Besonders deutlich klettern sie dabei nicht in den Millionenstädten, sondern in mittleren Großstädten wie Fürth und Ulm

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Wohnungsmarkt: Die Mieten steigen immer mehr

Lovis Corinth & Martin Walser u.a.m.

 

Martin Walser Herbstdrama am Walchensee

Wie wir in Lovis Corinths Aquarell aus dem Jahre 1921 unsterblich werden. FAZ Nov. 2012

LOVIS CORINTH (1858–1925) „Herbst“ (Walchensee). 1921 Aquarell auf leichtem Karton. 35,6 x 50,8 cm
Schätzpreis: € 80.000 – 120.000 (Galeria Grisebach)

Das ist eben das leicht begreifbare Geheimnis der Kunst: Auch der größte Maler kann den Herbst nur malen, wenn er ihn in sich hat. Aber auch der Größte kann den Herbst, den er in sich hat, nicht malen, wenn er nicht den Herbst um sich herum hat. So, wie der über 60-jährige Lovis Corinth seinen Herbst am Walchensee hat. Er lässt uns sogar ahnen, dass er sich wehrt gegen den Herbst innen und außen. Und er wehrt sich heftig. Es sieht so aus, als habe er sich nicht mehr viel Zeit zugetraut. Und vier Jahre später war es dann auch so weit. Hölderlin hat noch gebeten: „Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen! / Und einen Herbst zu reifem Gesange mir.“ Der Corinth gegönnte Herbst ist unruhiger, zerrissener, eben dramatischer. So wird aus einem beschaulichen Aquarell ein Farbdrama, dessen Ausgang allerdings feststeht: Der Herbst wird das Bild zu Ende malen. Der Walchensee bleibt ein Farbdenkmal der Kontinuität. Und was gerade noch grün ist, wird gleich im Herbstrot verbrennen.

Wir, die erfahrenen Zuschauer, halten drei Sekunden lang den Atem an, als könne sich auf dem Bild noch etwas wenden. In diesen drei Sekunden sind wir in diesem Kunstwerk daheim, also unsterblich. Dann atmen wir weiter. Jedem Winter entgegen.

Martin Walser (wikipedia)

Official Website: http://www.martinwalser.de/

Publicaciones en SUHRKAMP: http://www.suhrkamp.de/autoren/martin_walser_5174.html

 

 

Stefan Pucks über die Sammlung von Max Liebermann „Manets kann man wohl zuviel, aber nie genug haben“

Max Liebermann war nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Maler des frühen 20. Jahrhunderts in Berlin, sondern auch einer der wichtigsten Sammler: Jetzt wurden erstmals Werke aus seinem Besitz, die seine von den Nationalsozialisten verfolgte Witwe verkaufen mußte, den Erben zurückerstattet. Im November werden diese sechs Arbeiten in der Villa Grisebach versteigert.

Aus unserer Auktion am 29. November 2012: </br>
MAX LIEBERMANN (1847–1935)</br> 
„Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang zum Landhaus“. 1919</br>
Öl auf Leinwand. 50,5 x 75,5 cm</br> 
Schätzpreis: € 300.000 – 400.000

MAX LIEBERMANN (1847–1935) „Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang zum Landhaus“. 1919
Öl auf Leinwand. 50,5 x 75,5 cm – Schätzpreis: € 300.000 – 400.000

Articulo completo, que revisa la vida de Max Liebermann  en : http://www.faz.net/asv/grisebach/stefan-pucks-ueber-die-sammlung-von-max-liebermann-manets-kann-man-wohl-zuviel-aber-nie-genug-haben-11943659.html

Max Liebermann (Berliner Sezession): http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Liebermann

Die Phantasie in der Malerei by Max Liebermann (text online – Gutenberg Project) :

http://www.gutenberg.org/ebooks/38158

Datei:Liebermann Papageienallee 1902.jpeg

Liebermann Die Papageienallée, 1902