Lovis Corinth & Martin Walser u.a.m.

 

Martin Walser Herbstdrama am Walchensee

Wie wir in Lovis Corinths Aquarell aus dem Jahre 1921 unsterblich werden. FAZ Nov. 2012

LOVIS CORINTH (1858–1925) „Herbst“ (Walchensee). 1921 Aquarell auf leichtem Karton. 35,6 x 50,8 cm
Schätzpreis: € 80.000 – 120.000 (Galeria Grisebach)

Das ist eben das leicht begreifbare Geheimnis der Kunst: Auch der größte Maler kann den Herbst nur malen, wenn er ihn in sich hat. Aber auch der Größte kann den Herbst, den er in sich hat, nicht malen, wenn er nicht den Herbst um sich herum hat. So, wie der über 60-jährige Lovis Corinth seinen Herbst am Walchensee hat. Er lässt uns sogar ahnen, dass er sich wehrt gegen den Herbst innen und außen. Und er wehrt sich heftig. Es sieht so aus, als habe er sich nicht mehr viel Zeit zugetraut. Und vier Jahre später war es dann auch so weit. Hölderlin hat noch gebeten: „Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen! / Und einen Herbst zu reifem Gesange mir.“ Der Corinth gegönnte Herbst ist unruhiger, zerrissener, eben dramatischer. So wird aus einem beschaulichen Aquarell ein Farbdrama, dessen Ausgang allerdings feststeht: Der Herbst wird das Bild zu Ende malen. Der Walchensee bleibt ein Farbdenkmal der Kontinuität. Und was gerade noch grün ist, wird gleich im Herbstrot verbrennen.

Wir, die erfahrenen Zuschauer, halten drei Sekunden lang den Atem an, als könne sich auf dem Bild noch etwas wenden. In diesen drei Sekunden sind wir in diesem Kunstwerk daheim, also unsterblich. Dann atmen wir weiter. Jedem Winter entgegen.

Martin Walser (wikipedia)

Official Website: http://www.martinwalser.de/

Publicaciones en SUHRKAMP: http://www.suhrkamp.de/autoren/martin_walser_5174.html

 

 

Stefan Pucks über die Sammlung von Max Liebermann „Manets kann man wohl zuviel, aber nie genug haben“

Max Liebermann war nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Maler des frühen 20. Jahrhunderts in Berlin, sondern auch einer der wichtigsten Sammler: Jetzt wurden erstmals Werke aus seinem Besitz, die seine von den Nationalsozialisten verfolgte Witwe verkaufen mußte, den Erben zurückerstattet. Im November werden diese sechs Arbeiten in der Villa Grisebach versteigert.

Aus unserer Auktion am 29. November 2012: </br>
MAX LIEBERMANN (1847–1935)</br> 
„Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang zum Landhaus“. 1919</br>
Öl auf Leinwand. 50,5 x 75,5 cm</br> 
Schätzpreis: € 300.000 – 400.000

MAX LIEBERMANN (1847–1935) „Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang zum Landhaus“. 1919
Öl auf Leinwand. 50,5 x 75,5 cm – Schätzpreis: € 300.000 – 400.000

Articulo completo, que revisa la vida de Max Liebermann  en : http://www.faz.net/asv/grisebach/stefan-pucks-ueber-die-sammlung-von-max-liebermann-manets-kann-man-wohl-zuviel-aber-nie-genug-haben-11943659.html

Max Liebermann (Berliner Sezession): http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Liebermann

Die Phantasie in der Malerei by Max Liebermann (text online – Gutenberg Project) :

http://www.gutenberg.org/ebooks/38158

Datei:Liebermann Papageienallee 1902.jpeg

Liebermann Die Papageienallée, 1902

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