Wahlergebnisse 2013

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013-wahlergebnis-grafik-bundestag-wahlkreis-a-923496.html

 

http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/ergebnisse/bundesergebnisse/grafik_sitze_99.html

Wahlbeteiligung : 71, 5 %

So wird gewählt

61,8 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, den 18. Deutschen Bundestag zu wählen. Darunter waren drei Millionen Erstwähler. 4451 Kandidaten stellten sich zur Wahl, rund 900 mehr als bei der Bundestagswahl 2009. 30 Parteien traten mit Landeslisten an, 4 weitere nur mit Kreiswahlvorschlägen.

Mit der Erststimme werden die Direktkandidaten in den 299 Wahlkreisen gewählt, die einfache Mehrheit genügt dabei. Mit der Zweitstimme entscheiden die Wähler über Erfolg oder Misserfolg der Parteien. Denn nach der Zahl dieser Stimmen wird die Zahl der Sitze im Parlament bemessen – vorausgesetzt, die Partei überspringt die Fünfprozenthürde oder erhält mindestens drei Direktmandate. Hinzu können Überhang- und Ausgleichsmandate kommen, wenn eine oder mehrere Parteien mehr Direktmandate erreichen, als ihnen nach dem Zweitstimmenverhältnis zustehen.

Nur noch fünf Parteien im Bundestag

Für die 18. Legislaturperiode sind nur noch fünf Parteien im Bundestag vertreten und nicht mehr sechs, wie nach den Bundestagswahlen 2005 und 2009. Mit insgesamt 4,8 Prozent der Zweitstimmen scheiterte die FDP bei der gestrigen Wahl an der Fünfprozenthürde.

Es ist das erste Mal, dass ein Deutscher Bundestag ohne die Liberalen zusammentritt. Keine andere Partei war in der Geschichte der Bundesrepublik öfter an Regierungen beteiligt.

Ein Ergebnis in ähnlicher Höhe erzielte die “Alternative für Deutschland” (AfD). Die junge Partei, die das erste Mal überhaupt bei einer Wahl antrat, erreichte 4,7 Prozent der Stimmen und damit beinahe so viel wie die FDP.

Weit hinter ihren Erwartungen blieben hingegen die Piraten, die 2,2 Prozent der Zweitstimmen erhielten.

Wer in den kommenden vier Jahren die Bundesregierung stellt ist noch unklar. Da die SPD eine Zusammenarbeit mit der Linken ablehnt, gilt als wahrscheinlich, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Ihre Partei hat mit großem Abstand die meisten Stimmen erhalten und gegenüber der Wahl 2009 beinahe acht Prozent hinzugewonnen. Zwischenzeitlich erreichten die Unionsparteien in den Hochrechnungen sogar eine absolute Mehrheit der Sitze im Deutschen Bundestag. Dass CDU und CSU mit 41,5 Prozent nun beinahe mehr als die Hälfte der Mandate im Parlament erhalten ist möglich, durch die ungewöhnlich hohe Zahl an Stimmen für kleine Parteien: Sowohl FDP als auch AfD scheiterten nur knapp an der Fünfprozenthürde. Zudem votierten 6,2 Prozent der Wähler für Parteien, die ebenfalls nicht den Einzug in das Parlament schafften. Insgesamt 15,7 Prozent der Stimmen werden daher bei der Verteilung der Sitze nicht berücksichtigt und prozentual auf die im 18. Deutschen Bundestag vertretenen Parteien verteilt. Zum Vergleich: 2009 wählten nur 6 Prozent Parteien, die die Fünfprozenthürde nicht überwinden konnten.

Gewinne und Verluste

Wie die CDU/CSU, konnten auch die Sozialdemokraten Stimmen hinzugewinnen, jedoch in deutlich geringerem Umfang als die Union: Die SPD gewann 2,7 Prozent hinzu, verglichen mit dem Ergebnis von 2009 (23 Prozent). Stimmen einbüßen mussten die Grünen und die Linken. Die Grünen verloren 2,3 Prozent, verglichen mit ihrem Zweitstimmenanteil von 2009 (10,7 Prozent). Die Linke verlor sogar 3,3 Prozent (11,9 Prozent), ist damit jedoch nun drittstärkste Kraft im Parlament.

Leicht zurück gegangen ist der Anteil der ungültigen Zweitstimmen von 1,4 (2009) auf 1,3 Prozent.

Der Bundestag wächst auf 630 Sitze

Deutschland ist für die Wahl zum Deutschen Bundestag in 299 Wahlkreise aufgeteilt. Der Bundestag besteht daher aus 598 Sitzen. Hinzu kommen mögliche Überhangmandate und, seit der Änderung des Wahlgesetzes in diesem Jahr, entsprechende Ausgleichmandate. Nach dem vorläufigen Endergebnis des Bundeswahlleiters wird der 18. Bundestag daher insgesamt aus 630 Abgeordneten (2009: 622 MdB) bestehen. Hätte die Union nicht so deutlich an Stimmen gewonnen, hätte der Bundestag durch das neue Berechnungsverfahren noch deutlich stärker wachsen können.

Für eine absolute Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Bundestags sind also 316 Stimmen notwendig. CDU und CSU kommen auf insgesamt 311 Sitze, die SPD auf 192, die Linke auf 64 und die Grünen auf 63 Sitze.

Rechnerisch sind vier Konstellationen denkbar, über eine eigene Mehrheit verfügt keine Partei. Auch die von SPD und Grünen angestrebte gemeinsame Regierung ist nicht ohne die Unterstützung einer weiteren Partei möglich. Neben einer großen Koalition aus Unionsparteien und Sozialdemokraten ist rechnerisch außerdem ein Bündnis von SPD, Linken und Grünen möglich. Eine ausreichende Mehrheit hätte auch eine Koalition von CDU/CSU und Grünen. Rechnerisch möglich ist außerdem auch ein Bündnis von Unionsparteien und der Linken. Einige der genannten Konstellationen sind jedoch bereits im Wahlkampf von den Parteien ausgeschlossen worden.

Mehr Informationen unter:

http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/ergebnisse/bundesergebnisse/index.html

http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/169417/bundestagswahl-2013 (Bundeszentrale für politische Bildung)

http://www.heute.de/Merkel-braucht-neuen-Partner-29863712.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013-wahlergebnis-grafik-bundestag-wahlkreis-a-923496.html

http://www.spiegel.de/flash/flash-22868.html

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