Wirtschaftskrise in Europa macht die Menschen krank

Gesundheit Wirtschaftskrise in Europa macht die Menschen krank

27.03.2013 ·  Die Zahl der Suizide in der EU ist einer Studie zufolge seit 2007 gestiegen. Schuld soll die Wirtschaftskrise sein, die vor allem Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal krank macht.

Von Britta Beeger

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/gesundheit-wirtschaftskrise-in-europa-macht-die-menschen-krank-12130130.html

ie Wirtschaftskrise in Europa hat offenbar schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Betroffen seien vor allem Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal, die ihre Ausgaben für den Gesundheitssektor besonders stark gekürzt hätten, schreibt die britische Fachzeitschrift „Lancet“ in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Tiefe Haushaltseinschnitte der Krisenstaaten und die hohe Arbeitslosigkeit führten zu sinkenden Einkommen, weshalb weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften. Im Zuge der Krise sei zudem die Zahl der Selbstmorde in der Europäischen Union seit 2007 wieder angestiegen, nachdem sie in den Vorjahren in vielen Ländern gesunken war.

Besonders dramatisch ist die Situation laut der Studie, an der unter anderem das Europäische Observatorium für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik beteiligt ist in Griechenland. Laut Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums sei die Zahl der Selbstmorde in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent gestiegen. Die Budgets der Krankenhäuser seien um 40 Prozent verringert worden, es gebe Engpässe bei Personal und Medikamenten. Auch die Zahl der HIV-Infektionen unter Drogenabhängigen sei gestiegen, weil Programme zur Bereitstellung sauberer Nadeln für Drogenabhängige gestrichen wurden: von 10 bis 15 Neuinfektionen jährlich zwischen 2007 und 2010, auf 256 in 2011 und 314 in den ersten acht Monaten des Jahres 2012.

Die Zahl der Suizide in der Europäischen Union sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Die Autoren werfen der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission vor, nicht auf die Gesundheitsgefahren hinzuweisen, die durch die von der EU vorangetriebene strikte Sparpolitik entstehen, obwohl sie rechtlich dazu verpflichtet wären. Sie habe sich stattdessen darauf beschränkt, „die Gesundheitsministerien zu beraten, wie sie ihr Budget kürzen können“. Auch die Gesundheitsministerien selbst seien „still geblieben“. Negative Effekte auf die Gesundheit seien jedoch nicht unvermeidbar, schreiben die Autoren. So sei Island als eines der ersten europäischen Länder von der Krise betroffen gewesen. Das Land wehrte sich gegen eine strikte Sparpolitik und investierte weiter in staatliche Dienste. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit sind laut der Studie „kaum wahrnehmbar“.

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Das volle Ausmaß der Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Gesundheit der EU-Bürger ist laut der Studie noch nicht abzusehen. Die vorhandenen Daten bildeten bisher nur die Effekte aus den ersten Jahren der Wirtschaftskrise ab. „In vielen Ländern hat sich die Wirtschaft aber bis heute noch nicht wieder erholt.“ Die Folgen der Einschnitte bei den Gesundheitsausgaben würden sich noch weit in die Zukunft erstrecken, das ganze Ausmaß könne erst in einigen Jahren festgestellt werden.

Quelle: F.A.Z.

Spanier ein Drittel reicher als Deutsche

Vermögensverteilung Spanier ein Drittel reicher als Deutsche

21.03.2013 ·  Haushalte in Spanien oder Italien haben oft deutlich mehr Vermögen als die in Deutschland. Das zeigt ein Bericht der Bundesbank. Ein typischer deutscher Haushalt besitzt ein Nettovermögen von 51.400 Euro.

Von Nadine Bös und Stefan Ruhkamp

ie Vermögen der Deutschen sind im internationalen Vergleich besonders ungleich verteilt. Zudem besitzen die meisten Haushalte auch deutlich weniger, als etwa diejenigen in Frankreich, Spanien oder Italien. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Bundesbank unter gut 3500 Haushalten. Demnach beträgt das Nettovermögen – dazu zählen unter anderem Geld, Immobilien und Autos abzüglich der Schulden – im Durchschnitt 195.000 Euro. In Spanien liegt dieser Wert bei 285.000 Euro und in Frankreich bei 229.000 Euro. Die Masse der Deutschen kann von solchen Werten ohnehin nur träumen. Denn wegen der besonders ungleichen Verteilung verfügt ein typischer deutscher Haushalt nur über 51.400 Euro. Das ist der sogenannte Medianwert – das heißt, eine Hälfte ist reicher, eine Hälfte ist ärmer. In Frankreich liegt dieser Wert bei rund 114.000 Euro, in Italien bei rund 164.000 Euro.Die mit Spannung erwartete Studie ist Teil eines Projekts, an dem alle 17 nationalen Notenbanken des Eurosystems teilnehmen. Die Gesamtergebnisse hat die Europäische Zentralbank bislang noch nicht veröffentlicht, obwohl die Daten vorliegen. In Notenbankkreisen wird geargwöhnt, die brisanten Daten sollten unter Verschluss gehalten werden, bis das Stabilisierungsprogramm für Zypern in trockenen Tüchern sei. Die EZB betont dagegen, dass die Statistiker noch Zeit für die Feinarbeiten bräuchten. Eine Veröffentlichung des Gesamtergebnis sei für die erste Jahreshälfte geplant.

Auch die Bundesbank scheint sich der Brisanz der Daten über die Ungleichverteilung der Vermögen bewusst zu sein. Daten etwa aus Zypern oder Portugal sind gar nicht Teil der Analyse. Bei der Vorstellung der Studie verwenden die Statistiker zudem große Mühe darauf, Erklärungen anzubieten: Die Höhe der Durchschnittsvermögen hänge in den einzelnen Ländern stark von der Verbreitung privaten Immobilienbesitzes ab.

Auch die Ungleichverteilung werde davon beeinflusst. Wer ein Haus besitze, unterwerfe sich einer Art Zwangssparen und baue früher und mehr Vermögen auf, lautet vereinfacht beschrieben die Botschaft der Bundesbank. In Deutschland liege der Anteil derjenigen, die im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung leben, jedoch nur bei 44 Prozent, in Frankreich dagegen bei 57,9 Prozent und in Spanien gar bei gut 82 Prozent.

Auch die deutsche Wiedervereinigung und der Einkommenstransfer in die neuen Bundesländer seien Gründe für die relativ niedrigen Vermögen in Deutschland. Betrachtet man allein Westdeutschland, dann beträgt das Durchschnittsvermögen wie in Frankreich rund 230.000 Euro und der Median knapp 79.000 Euro ähnlich wie in Österreich, wo der Immobilienbesitz genauso selten ist wie hierzulande. Umso geringer sind die Vermögen im Osten Deutschlands, wo die Haushalte im Durchschnitt ein Nettovermögen von 67.000 Euro haben und im Median nur 21.400 Euro.

Die ungleiche Verteilung der deutschen Vermögen drückt sich auch in der starken Konzentration an der Spitze aus. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte verfügen über fast 60 Prozent der Nettovermögen. Um zur Gruppe des reichsten Zehntels zu gehören, braucht es in Deutschland gut 440.000 Euro. Das sei eine deutlich stärkere Konzentration als in der Verteilung der Einkommen, heißt es in der Studie der Bundesbank. Die reichsten 10 Prozent der Haushalte kommen auf die Hälfte der Bruttoeinkommen, aber nur auf knapp ein Drittel der Nettoeinkommen.

Mit der Umfrage der Bundesbank bietet sich Forschern und Sozialpolitiker ein reicher Fundus an Daten. Die Notenbanker wissen jetzt zum Beispiel, dass Mieter in der Regel wesentlich ärmer sind als Hausbesitzer, junge Menschen ärmer als relativ alte, aber etwas reicher als Greise. Sogar über die regionalen Ausgaben für Autos und andere Gebrauchsgüter geben die Statistiken Auskunft: In Ostdeutschland hat dieser Teil des Vermögens einen Wert von rund 8000 Euro, in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sind es knapp doppelt so viel. Die Liste der Daten ließe sich über das Aktienvermögen Alleinerziehender bis zum Riestersparen der Teenager verlängern.

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Der Wohlstand in Deutschland steigt massiv

Wo geht’s zur Oberschicht?Starke Schultern

¿ Pobre Alemania, pobre mundo ?

 

El tema de la pobreza empieza a preocupar cada vez mas las poblaciones, tambien en Europa. en el marco de la iniciativa mundial surgio el proyecto “why poverty”. Pero tambien paises europeos se ven cada vez mas afectados. Incluso la economia mas potente de Europa. Aqui una supervisioon sobre la utlimas inicitivas:

1) Un reportaje exclusivo de la “Süddeutsche Zeitung” referente a ciertos “embellecimeintos” del informe sobre la pobreza, publicado hace poco por parte del Gobierno Aleman &

2) ocho  reportajes en arte-tv sobre la situacion de la pobreza en España, Alemania y Francia.

3) Y el link hacia la inicitaiva global “Why poverty?” .

http://www.sueddeutsche.de/politik/einkommensverteilung-in-deutschland-bundesregierung-schoent-armutsbericht-1.1535166

 

28. November 2012 04:55 Einkommensverteilung in Deutschland Bundesregierung schönt Armutsbericht

Sinkende Reallöhne sind nach der überarbeiteten Fassung des Armutsberichts der Bundesregierung “Ausdruck struktureller Verbesserungen” am Arbeitsmarkt

Verwässert und verschleiert: Die Bundesregierung hat ihren Armutsbericht bewusst geschönt. Kritische Passagen zur Vermögensverteilung und zur zunehmenden Einkommensspreizung wurden gestrichen. Der Grund: Die ursprüngliche Version hat nicht “der Meinung der Bundesregierung” entsprochen.

Von Thomas Öchsner, Berlin

Die Bundesregierung hat ihren Armuts- und Reichtumsbericht in einigen entscheidenden Passagen deutlich geglättet. So ist die Aussage “Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt” in der Einleitung des Regierungsdokuments nicht mehr zu finden. Dies geht aus einem Vergleich des Entwurfs mit der überarbeiteten Fassung vom 21. November hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Den Bericht, zu dem sich jetzt die Verbände äußern können, soll das Kabinett möglichst noch dieses Jahr billigen.

Die erste Fassung der amtlichen Analyse, die das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erstellt, war Mitte September an die anderen Ressorts gegangen. Zwei Monate später fehlen nun bestimmte Sätze, mit denen die Beamten des Ministeriums von Ursula von der Leyen (CDU) einen durchaus kritischen Blick auf die Republik warfen.

Dazu zählen auch Aussagen zur Lohnentwicklung. In der ersten Variante stand: “Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen.” Diese verletze “das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung” und könne “den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden”.

Stattdessen wird nun angeführt, dass sinkende Reallöhne “Ausdruck struktureller Verbesserungen” am Arbeitsmarkt seien. Denn zwischen 2007 und 2011 seien im unteren Lohnbereich viele neue Vollzeitjobs entstanden, und so hätten Erwerbslose eine Arbeit bekommen.

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Vorsichtiger beschreibt die Bundesregierung nun auch, dass manchen Alleinstehenden mit Vollzeitjob der Stundenlohn nicht für die Sicherung des Lebensunterhalts reicht. In der ersten Fassung wurde angemerkt, dies verschärfe die Armutsrisiken und schwäche den sozialen Zusammenhalt. Diese Bemerkung ist weggefallen. Jetzt ist nur noch zu lesen, dass dies “kritisch zu sehen” sei.

Selbst bestimmte Fakten tauchen in dem Bericht nicht mehr auf. In der ersten Version hieß es: “Allerdings arbeiteten im Jahr 2010 in Deutschland knapp über vier Mio. Menschen für einen Bruttostundenlohn von unter sieben Euro.” Dieser Satz wurde nun gestrichen.

FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte nach Bekanntwerden der ersten Fassung wissen lassen, dass der Bericht nicht “der Meinung der Bundesregierung” entspreche. Die Liberalen störte vor allem die Aussage, dass die gesellschaftliche Spaltung größer werde.

Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), sagte: “Die Bundesregierung will entscheidende Aussagen des Berichts verwässern, verschleiern und beschönigen.” Der Sprecher des Arbeitsministeriums erwiderte, es habe Veränderungswünsche gegeben. Dies sei innerhalb einer Ressortabstimmung in einer Koalition “ein ganz normaler Vorgang”.

 

22. November 2012 18:46
Schelte für Arbeitsagentur
Warum ein höherer Hartz-IV-Satz nötig ist

 

Gewerkschaften, Grüne und Sozialverbände sind sich einig: Nicht die Hartz-IV-Leistungen seien ein Vermittlungshemmnis für Dauerarbeitslose, sondern “Billigjobs, die nicht aus der Armut führen”. Und entgegen der Warnung der Bundesagentur für Arbeit kommen höhere Hartz IV Sätze den Steuerzahler nicht so teuer, wie die Nürnberger Behörde errechnet hatte.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schelte-fuer-arbeitsagentur-warum-ein-hoeherer-hartz-iv-satz-noetig-ist-1.1530798

 

14. November 2012 13:34
Deutlicher Anstieg in Metropolen
Deutsche Städte, reich an Armut

 

Die Armutsgefährdung in den Metropolen der Bundesrepublik ist wesentlich größer als im Rest des Landes. Besonders dramatisch ist die Situation im Osten und im Ruhrgebiet. Die Experten sind erstaunt, dass Armut offenbar seltener mit Arbeitslosigkeit einhergeht.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutlicher-anstieg-in-metropolen-deutsche-staedte-reich-an-armut-1.1522726

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Pagina web con mas articulos en arte -tv (version alemana): http://www.arte.tv/de/why-poverty/6955092.html

Dienstag 27. November:

20.15 Uhr: Geld für die Welt

21.15 Uhr: Armutszeugnis

22.10 Uhr: Gemachte Armut

Mittwoch 28. November:

22.20 Uhr: Afrika, der ausgeraubte Kontinent

23.15 Uhr: Chinas Bildungsdschungel

00.15 Uhr: Willkommen in der Welt

Donnerstag 29. November:

23.15 Uhr: 740 Park Avenue – Geld, Macht und der Amerikanische Traum

00.10 Uhr: Solar Mamas – Bekämpfen Frauen die Armut besser ?

Im ARTE-Programm

Armut – eine globale Herausforderung

Nach dem großen Erfolg der weltweiten Initiative “Why Democracy? – Demokratie für alle?” (2007), folgt im November 2012 das Crossmedia- Projekt “Why poverty? Armut – eine globale Herausforderung.” Initiatoren des Projekts sind wie schon bei “Why
Democracy?” die ngo “Steps international” und eine Gruppe von öffentlichrechtlichen Sendern, darunter die bbc, das dänische fernsehen Dr, ZDF, arte, nhk aus Japan und Svt aus Schweden.

Im Jahr 2000 einigten sich die Vereinten Nationen auf die Millenniumsziele zur nachhaltigen Bekämpfung der Armut. Gut ein Jahrzehnt später stellt sich die Frage, wie weit wir damit gekommen sind. Die Initiative “Why poverty?” möchte eine weltweite Debatte über Armut im 21. Jahrhundert anstoßen. Kernstück des Events bildet eine 8-teilige Dokumentarfilmreihe von Regisseuren aus aller Welt, die den Ursachen der Armut rund um den Globus auf den Grund gehen und nach Lösungsansätzen suchen. Die Geschichte der Armut in der Welt wird ebenso thematisiert wie die wachsende Kluft zwischen arm und reich in New York, die Chancenlosigkeit der Jugend in China oder die Ausbeutung Afrikas durch international tätige Industriemultis. Exklusiv für arte hat der Swr zudem die frage der kinder- und Jugendarmut in Europa unter die Lupe genommen. Neben ARTE werden über 70 Sendeanstalten auf 5 Kontinenten die Dokumentarfilme in der letzten Novemberwoche 2012 ausstrahlen.

 

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http://www.whypoverty.net/

About

Why Poverty? uses film to get people talking about poverty.

We’ve commissioned award-winning film makers to make eight documentaries about poverty, and new and emerging talents to make around 30 short films. The films tackle big issues and pose difficult questions, but they’re also moving, subtle and thought-provoking stories.

They transmit around the world in November 2012, on more than 70 national broadcasters reaching 500 million people. They’ll be accompanied by events designed to spark global and national debates and an online conversation to get people asking “Why Poverty?”

You can watch clips and shorts online now, and find out more about what’s happening in your country.

After November, the documentaries will be available to everyone online and we’ll begin an outreach programme, building on the momentum from broadcast.